Hallo liebe Leser,
Nach knapp einer Wochen Pause habe ich endlich wieder schnelleres Internet um einige Fotos hoch zu laden und in Ruhe meinen Blog zu pflegen.
Hier nun eine kleine Zusammenfassung meiner letzten Tage hier in Melbourne und Umgebung. Richtig. Umgebung. Ich habe es endlich auch mal geschafft mir die nähere Umgebung anzuschauen. Nachdem ich euch ja schon vom Mt. Dandenong erzählt habe, den ich letzten Samstag besucht habe, machte ich mich direkt am nächste Tag auf nach Heidelberg. Ja das gibt es hier auch. Ok ich war nicht ganz in Heidelberg sondern in Lower Plenty aber ich bin die Heidelberg Route entlang zu Brad und Leah gefahren. Die beiden haben ich schon am ersten Abend in Melbourne, dem Whiskey Abend kennengelernt und wurde gleich von ihnen eingeladen sie mal zu besuchen. Sonntag Nachmittag gings los. Da es fast die gleiche Strecke war wie um Mt. Dandenong wusste ich nun wo ich langfahren musste und hatte keine Probleme mehr den richtigen Weg zu finden.
Brad und Leah wohnen in einem der äußersten Suburbs von Melbourne. Fast 30 km ausserhalb. Es erinnert allerdings nicht mehr viel an die Stadt, denn der Ort liegt mitten in einem riesigen Eukalyptuswald. Nach einem schön kalten Willkommensbier machten wir uns gleich an die Arbeit und fingen an zu grillen. Australier lieben ihre BBQ Grills. Und am liebsten grillen sie darauf Beef and kangaroo. Und es war wirklich sehr sehr lecker. Ich durfte ebenfalls Angus kennenlernen. Den Beagle von Brad und Leah. benannt nach einem berühmten Gitarristen einer australischen Rockband. Ich denke jeder weiß wer gemeint ist. Wenn nicht, dann ist das eine sehr große Wissenslücke die unverzüglich geschlossen werden muss.
Nach einem sehr ausgiebige Essen genossen wir die letzten Sonnenstrahlen auf der Terrasse bis die Mücken uns ins Haus trieben. Für den nächsten Tag stand eine kleine Rundfahrt durch die Gegend auf dem Programm. Einschließlich der Besuch des Yarra Valley mit seinen ervorragenden Weingütern.
Die letzten Auswirkungen der Waldbrände waren noch überall zu sehen als wir durch mehr oder weniger komplett verbrannte Wälder fuhren. Die haben echt schwer gewütet die Brände. Zum Glück haben sie fast ausschließlich Sachschaden angerichtet. Unser erster Stopp war auf dem Weingut Balgownie. Dort haben wir uns gleich mal durch die komplette Karte Rotweine durchprobiert. Wirklich sehr sehr zu empfehlen. Weiter ging es zum Weingut Yering. Dort konnte man zwar keinen Wein probieren, aber die wundervolle Aussicht über das Tal genießen. Dritter Stopp war kein Weingut, sondern ein alter umgebauter Bauernhof. Noch heute wird dort Landwirtschaft betrieben, aber die Besitzer haben nebenbei ein kleines Restaurant aufgemacht, in dem man die selbst hergestellten Käse und Wurstspezialitäten genießen und sich dazu einen Wein der Region kredenzen lassen kann. Letzter Anlaufpunkt war ein kleines Weingut an der Hubertus Street. Dort gab es ebenfalls ein paar sehr leckere Weine zu probieren. Dies ist Brad und Leah Lieblingsweingut. Sie sind hier jeden Monat mindestens ein mal um entweder einfach was trinken zu gehen oder Wein zu kaufen.
Wir fuhren dann noch zu Brads Eltern und halfen seinen Dad eine Pergola aufzustellen. Ich sage euch bei 30 Grad im Schatten in der australischen Sonne ist das kein Zuckerschlecken. Dafür gabs leckere Sandwiches.
EIn absolutes Highlight meiner bisherigen Reise habe ich am Donnerstag Abend erlebt. Nachdem ich Christian aus Bonn im Hostel kennengelernt habe und er mir den Eureka Tower empfohlen hatte, beschloss ich diesen am Donnerstag späten Nachmittag zu besuchen um dort den Sonnenuntergang zu sehen. Im Eureka Tower gibt es die auf 285m Höhe höchste Aussichtsplattform der südlichen Erdhalbkugel. Sie liegt im 88 Stockwerk und man kann sich im kompletten Stockwerk bewegen und somit eine 360° Aussicht genießen. Das Highlight war jedoch nicht die Aussicht auf die Stadt, sondern auf das Wetter. Es war schon den ganzen Tag relativ schlechtes Wetter und ständig am nieseln. Aber gegen Abend kam von Westen her ein wirklich heftiger Schauer heran. Ich nahm auf einem bequemen Sofa Platz von dem aus ich einen perfekten Blick auf die herannahenden Wolken hatte. Direkt hinter dem Regenschauer klarte es auf und so wurde der Regen von hinten angeschienen. Man hatte das Gefühl direkt hinter dem Schauer würde die Welt aufhören und in einem hellen Licht enden. Das war wirklich beeindruckend zu beobachten. Knapp 15 min nachdem der Schauer im Westen anfing war er auch schon über der Stadt und vernebelte erst einmal die komplette Sicht von Turm aus. Allerdings war der Schauer nach 2 Minuten auch schon wieder vorbei und verabschiedete sich in östlicher Richtung. Plötzlich rief jemand relativ laut durch den Raum, dass man einen Regenbogen sehen könnte. Kurzerhand stürmten alle Besucher auf die östliche Seite des Turms und tatsächlich ein Regenbogen war zu sehen. Aber nicht irgendein Regenbogen wie man ihn kennt, sondern ein komplett geschlossener Kreis. Riesig groß. So groß, dass man leider kein Foto machen konnte auf dem er komplett zu sehen war. Es war wirklich ein toller Anblick, den ich glaube ich mein Leben lang nicht mehr vergessen werde. Wann hat man schon mal die Möglichkeit einen so großen Regenbogen komplett geschlossen zu sehen. Es ging sogar so weit, dass sich ein zweiter, aber sehr blasser Ring um den ersten sehr intensiven Regenbogen bildete. Der war allerdings so dünn und blass, dass er nicht mehr als ein viertel eines Rings bildete.
Seit Samstag bin ich nun wieder beim Matt zu Hause. Ständig unter Deutschen im Hostel zu sitzen ist irgendwie auch doof. Da fliegt man fast 30 stunden auf die andere Seite der Welt, nur um dann mit Deutschen im Hostel zu sitzen und sich über den Urlaub zu unterhalten. Also das habe ich mir anders vorgestellt. Daher bin ich jetzt wieder hier und lerne weiter englisch ohne ein Wort deutsch zu reden. Dafür bin ich ja auch hier ;).
Gestern waren wir noch zur Hauseinweihungsfeier von Dan und Lisa eingeladen. Vll erinnert ihr euch noch, bei ihnen habe ich beim Umzug geholfen und den grünen Teppich verlegt. In der Bildergalerie könnt ich euch nun selbst ein Bild davon machen wie der Teppich aussieht. Ich habe mal ein paar Fotos gemacht. Auf einem sieht man auch den Plan, wie das Haus umgebaut und erweitert werden soll. Ich finde eine gute Entscheidung, denn es wäre sonst einfach viel zu klein.
So nun bin ich am Ende meines Wrap Ups angelangt und wünsche euch einen schönen dritten Advent. Genießt die Weihnachtszeit und trinkt einen Glühwein für mich mit.
Ich sitze hier im Regen bei knapp 15 Grad und denke gerade sehnsüchtig an den Schnee in Deutschland (der wohl aber auch am auftauen ist oder?)
Cheers
Martin
Geilo :)..... mal ne ganz andere Art den ganzen Regenbogen zu sehen :)
AntwortenLöschendem kann ich mich nur anschließen ;)
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