"Alarmstufe rot in halb Deutschland!" , "Sturmtief "Petra" sorgt für Schneealarm" oder "Frankfurter Flughafen geschlossen". Nur drei der vielen Überschriften auf diversen Hompages von großen Zeitungen.
Also ich muss ja sagen ich liebe es wenn es schneit. Wenn alles unter einen dicken Schicht Schnee verschwindet. Doch leider gibt es auch Tage, an denen ich den Schnee nicht leiden kann. Wenn er zu den unpassendsten Zeiten kommt die man sich nur wünsche kann. So ein Tag ist heute. Nun denkt ihr vielleicht, was schert den der Schnee in Deutschland, der sitzt doch im warmen Australien. Ja das stimmt, aber leider sitzt in Deutschland, genauer gesagt in Frankfurt jemand in einem Flugzeug und das seit knapp zwei Stunden und wartet darauf endlich starten zu können. Am mittlerweile gestrigen Tag, zu deutscher Zeit um 19:50 Uhr sollte ein Flieger von Frankfurt nach Shanghai Pudong International starten. An Bord meine Freundin Katharina. Nun, seit Stunden verfolge ich die Abflugtafel auf der Homepage des Frankfurter Flughafens und muss immer wieder feststellen, dass der Flieger immer noch nicht gestartet ist. Er kam schon mit Verspätung aus China an, was die Boardingzeit nach hinten verschob. Dann wurde wohl nicht schnell genug geboardet, denn um 22:41 kam die Nachricht: Frankfurter Flughafen geschlossen. Für kurze Zeit war der Flug nach Pudong nicht mehr auf der Anzeigentafel und ich freute mich schon, dass sie es noch rechtzeitig geschafft haben rauszukommen. Leider holte mich meiner Mutter nach einem kurzen Gespräch bei Skype schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und teilte mir mit, dass der Flug nun auf den 17.12 0:00 Uhr verschoben wurde, also wieder warten, Anzeigetafel checken und hoffen.
Sollte der Flug nun mit einer Verspätung von knapp vier Stunden starten dann kann man nur hoffen, dass der Kapitän irgendwo ein paar exta Km/h rausholt und der Flieger Rückenwind hat, denn der Aufenthalt in Pudong beträgt knapp 5,5 Stunden. Mit umsteigen und Gepäck holen, Gepäck aufgeben wird das ganze doch ganz schön knapp. Ich hoffe daher das alles gut klappt und drücke ganz fest die Daumen.
Ebenso hoffe ich, dass die Eltern von Katharina, die sie an den Flughafen gefahren haben wieder gut zu Hause angekommen sind und das Schneechaos im Taunus heil überstanden haben.
Ansonsten wünsche ich euch allen ganz viel Spass mit dem Schnee. Genießt ihn und freut euch, dass es noch so viel Schnee in Deutschland gibt.
Viele Grüße
Martin
Donnerstag, 16. Dezember 2010
Dienstag, 14. Dezember 2010
Lower Plenty
Einen schönen guten Tag, oder wie der Australier sagt G'Day!
ich bin nun für die nächsten Tage nach Lower Plenty, einen Suburb von Melbourne umgezogen. Lower Plenty liegt direkt am Yarra River im östlichen Teil der Stadt. Hier ist es ähnlich wie bei uns zu Hause. Es gibt überall Wälder und Wiesen und man kommt sich nicht wirklich vor als wäre man gerade mal 15 Autominuten von einer 3,5 Mio. Metropole entfernt. Allerdings sieht es hier nicht aus wie bei uns. Es sind riesige Wälder mit Eukalypten.
Gestern Abend haben wir einen kleinen Spaziergang mit Angus, dem Hund von Brad und Leah, unternommen um mir ein wenig die Umgebung und den Park zu zeigen in dem sich zwei große Gruppen von grauen Kängurus niedergelassen haben. Es sind ausschließlich graue Riesenkängurus und stellen die zweitgrößten Kängurus nach den roten Riesenkängurus dar. Brad meinte wenn sie sich hinstellen, dann sind sie auf Augenhöhe mit einem Menschen. Also immer schön aufpassen, denn die Tiere sind schnell und können einem ganz schön gefährlich werden wenn sie mit ihren Hinterbeinen anfangen zu kratzen. Ich hoffe ich bleibe davon verschont und kann heute Abend in der Dämmerung mal ein paar gute Fotos machen. Leider ist das Wetter hier draussen, wer hätte es geahnt, nicht besser als in der Stadt. Ich habe mir für meine Reise den regenreichsten Sommer seit 20 Jahren rausgesucht. Seit knapp Wochen vergeht so gut wie kein Tag, an dem es nicht für mindestens 5 bis 10 Minuten regnet. Aber um ehrlich zu sein, ich finde das gar nicht so schlimm, denn so habe ich die Möglichkeit Australien von einer ganz anderen, einer grünen Seite her kennen zu lernen. Ich finde es viel schöner wenn einfach alles grün und farbenfroh leuchtet, anstatt total verdorrt, braun und staubig vorzufinden ist. Und wie ihr in meinem letzten Post lesen und sehen konntet hat auch der Regen seine wirklich tollen und beeindruckenden Seiten.
Jetzt noch was in eigener Sache:
An dieser Stelle möchte ich mich ein Mal für das rege Interesse an meinem Blog bedanken. Ich habe mir eben die Statistiken hierzu angesehen und war überrascht, dass die Seite in den letzten 5 Wochen knapp 1600 Besuche hatte. Das freut mich wirklich, dass sich so viele Leute für meine Reise interessieren. Ich wünsche jedenfalls weiterhin viel Spass beim lesen und ich werde mir Mühe geben auch weiterhin über alles Wichtige und Interessante zu berichten und natürlich auch ganz viele Fotos zu machen.
Ich wünsche euch weiterhin viel Spass im regen Schneetreiben und hoffe, dass ihr alle gut durch den Winter kommt. Und vor allem, dass am Donnerstag die Flieger in Frankfurt starten können. Sonst haben wir eine kleines Problem.
Hoffen wir als auf das Beste
Cheers
Martin
ich bin nun für die nächsten Tage nach Lower Plenty, einen Suburb von Melbourne umgezogen. Lower Plenty liegt direkt am Yarra River im östlichen Teil der Stadt. Hier ist es ähnlich wie bei uns zu Hause. Es gibt überall Wälder und Wiesen und man kommt sich nicht wirklich vor als wäre man gerade mal 15 Autominuten von einer 3,5 Mio. Metropole entfernt. Allerdings sieht es hier nicht aus wie bei uns. Es sind riesige Wälder mit Eukalypten.
Gestern Abend haben wir einen kleinen Spaziergang mit Angus, dem Hund von Brad und Leah, unternommen um mir ein wenig die Umgebung und den Park zu zeigen in dem sich zwei große Gruppen von grauen Kängurus niedergelassen haben. Es sind ausschließlich graue Riesenkängurus und stellen die zweitgrößten Kängurus nach den roten Riesenkängurus dar. Brad meinte wenn sie sich hinstellen, dann sind sie auf Augenhöhe mit einem Menschen. Also immer schön aufpassen, denn die Tiere sind schnell und können einem ganz schön gefährlich werden wenn sie mit ihren Hinterbeinen anfangen zu kratzen. Ich hoffe ich bleibe davon verschont und kann heute Abend in der Dämmerung mal ein paar gute Fotos machen. Leider ist das Wetter hier draussen, wer hätte es geahnt, nicht besser als in der Stadt. Ich habe mir für meine Reise den regenreichsten Sommer seit 20 Jahren rausgesucht. Seit knapp Wochen vergeht so gut wie kein Tag, an dem es nicht für mindestens 5 bis 10 Minuten regnet. Aber um ehrlich zu sein, ich finde das gar nicht so schlimm, denn so habe ich die Möglichkeit Australien von einer ganz anderen, einer grünen Seite her kennen zu lernen. Ich finde es viel schöner wenn einfach alles grün und farbenfroh leuchtet, anstatt total verdorrt, braun und staubig vorzufinden ist. Und wie ihr in meinem letzten Post lesen und sehen konntet hat auch der Regen seine wirklich tollen und beeindruckenden Seiten.
Jetzt noch was in eigener Sache:
An dieser Stelle möchte ich mich ein Mal für das rege Interesse an meinem Blog bedanken. Ich habe mir eben die Statistiken hierzu angesehen und war überrascht, dass die Seite in den letzten 5 Wochen knapp 1600 Besuche hatte. Das freut mich wirklich, dass sich so viele Leute für meine Reise interessieren. Ich wünsche jedenfalls weiterhin viel Spass beim lesen und ich werde mir Mühe geben auch weiterhin über alles Wichtige und Interessante zu berichten und natürlich auch ganz viele Fotos zu machen.
Ich wünsche euch weiterhin viel Spass im regen Schneetreiben und hoffe, dass ihr alle gut durch den Winter kommt. Und vor allem, dass am Donnerstag die Flieger in Frankfurt starten können. Sonst haben wir eine kleines Problem.
Hoffen wir als auf das Beste
Cheers
Martin
Samstag, 11. Dezember 2010
Wrap up
Hallo liebe Leser,
Nach knapp einer Wochen Pause habe ich endlich wieder schnelleres Internet um einige Fotos hoch zu laden und in Ruhe meinen Blog zu pflegen.
Hier nun eine kleine Zusammenfassung meiner letzten Tage hier in Melbourne und Umgebung. Richtig. Umgebung. Ich habe es endlich auch mal geschafft mir die nähere Umgebung anzuschauen. Nachdem ich euch ja schon vom Mt. Dandenong erzählt habe, den ich letzten Samstag besucht habe, machte ich mich direkt am nächste Tag auf nach Heidelberg. Ja das gibt es hier auch. Ok ich war nicht ganz in Heidelberg sondern in Lower Plenty aber ich bin die Heidelberg Route entlang zu Brad und Leah gefahren. Die beiden haben ich schon am ersten Abend in Melbourne, dem Whiskey Abend kennengelernt und wurde gleich von ihnen eingeladen sie mal zu besuchen. Sonntag Nachmittag gings los. Da es fast die gleiche Strecke war wie um Mt. Dandenong wusste ich nun wo ich langfahren musste und hatte keine Probleme mehr den richtigen Weg zu finden.
Brad und Leah wohnen in einem der äußersten Suburbs von Melbourne. Fast 30 km ausserhalb. Es erinnert allerdings nicht mehr viel an die Stadt, denn der Ort liegt mitten in einem riesigen Eukalyptuswald. Nach einem schön kalten Willkommensbier machten wir uns gleich an die Arbeit und fingen an zu grillen. Australier lieben ihre BBQ Grills. Und am liebsten grillen sie darauf Beef and kangaroo. Und es war wirklich sehr sehr lecker. Ich durfte ebenfalls Angus kennenlernen. Den Beagle von Brad und Leah. benannt nach einem berühmten Gitarristen einer australischen Rockband. Ich denke jeder weiß wer gemeint ist. Wenn nicht, dann ist das eine sehr große Wissenslücke die unverzüglich geschlossen werden muss.
Nach einem sehr ausgiebige Essen genossen wir die letzten Sonnenstrahlen auf der Terrasse bis die Mücken uns ins Haus trieben. Für den nächsten Tag stand eine kleine Rundfahrt durch die Gegend auf dem Programm. Einschließlich der Besuch des Yarra Valley mit seinen ervorragenden Weingütern.
Die letzten Auswirkungen der Waldbrände waren noch überall zu sehen als wir durch mehr oder weniger komplett verbrannte Wälder fuhren. Die haben echt schwer gewütet die Brände. Zum Glück haben sie fast ausschließlich Sachschaden angerichtet. Unser erster Stopp war auf dem Weingut Balgownie. Dort haben wir uns gleich mal durch die komplette Karte Rotweine durchprobiert. Wirklich sehr sehr zu empfehlen. Weiter ging es zum Weingut Yering. Dort konnte man zwar keinen Wein probieren, aber die wundervolle Aussicht über das Tal genießen. Dritter Stopp war kein Weingut, sondern ein alter umgebauter Bauernhof. Noch heute wird dort Landwirtschaft betrieben, aber die Besitzer haben nebenbei ein kleines Restaurant aufgemacht, in dem man die selbst hergestellten Käse und Wurstspezialitäten genießen und sich dazu einen Wein der Region kredenzen lassen kann. Letzter Anlaufpunkt war ein kleines Weingut an der Hubertus Street. Dort gab es ebenfalls ein paar sehr leckere Weine zu probieren. Dies ist Brad und Leah Lieblingsweingut. Sie sind hier jeden Monat mindestens ein mal um entweder einfach was trinken zu gehen oder Wein zu kaufen.
Wir fuhren dann noch zu Brads Eltern und halfen seinen Dad eine Pergola aufzustellen. Ich sage euch bei 30 Grad im Schatten in der australischen Sonne ist das kein Zuckerschlecken. Dafür gabs leckere Sandwiches.
EIn absolutes Highlight meiner bisherigen Reise habe ich am Donnerstag Abend erlebt. Nachdem ich Christian aus Bonn im Hostel kennengelernt habe und er mir den Eureka Tower empfohlen hatte, beschloss ich diesen am Donnerstag späten Nachmittag zu besuchen um dort den Sonnenuntergang zu sehen. Im Eureka Tower gibt es die auf 285m Höhe höchste Aussichtsplattform der südlichen Erdhalbkugel. Sie liegt im 88 Stockwerk und man kann sich im kompletten Stockwerk bewegen und somit eine 360° Aussicht genießen. Das Highlight war jedoch nicht die Aussicht auf die Stadt, sondern auf das Wetter. Es war schon den ganzen Tag relativ schlechtes Wetter und ständig am nieseln. Aber gegen Abend kam von Westen her ein wirklich heftiger Schauer heran. Ich nahm auf einem bequemen Sofa Platz von dem aus ich einen perfekten Blick auf die herannahenden Wolken hatte. Direkt hinter dem Regenschauer klarte es auf und so wurde der Regen von hinten angeschienen. Man hatte das Gefühl direkt hinter dem Schauer würde die Welt aufhören und in einem hellen Licht enden. Das war wirklich beeindruckend zu beobachten. Knapp 15 min nachdem der Schauer im Westen anfing war er auch schon über der Stadt und vernebelte erst einmal die komplette Sicht von Turm aus. Allerdings war der Schauer nach 2 Minuten auch schon wieder vorbei und verabschiedete sich in östlicher Richtung. Plötzlich rief jemand relativ laut durch den Raum, dass man einen Regenbogen sehen könnte. Kurzerhand stürmten alle Besucher auf die östliche Seite des Turms und tatsächlich ein Regenbogen war zu sehen. Aber nicht irgendein Regenbogen wie man ihn kennt, sondern ein komplett geschlossener Kreis. Riesig groß. So groß, dass man leider kein Foto machen konnte auf dem er komplett zu sehen war. Es war wirklich ein toller Anblick, den ich glaube ich mein Leben lang nicht mehr vergessen werde. Wann hat man schon mal die Möglichkeit einen so großen Regenbogen komplett geschlossen zu sehen. Es ging sogar so weit, dass sich ein zweiter, aber sehr blasser Ring um den ersten sehr intensiven Regenbogen bildete. Der war allerdings so dünn und blass, dass er nicht mehr als ein viertel eines Rings bildete.
Seit Samstag bin ich nun wieder beim Matt zu Hause. Ständig unter Deutschen im Hostel zu sitzen ist irgendwie auch doof. Da fliegt man fast 30 stunden auf die andere Seite der Welt, nur um dann mit Deutschen im Hostel zu sitzen und sich über den Urlaub zu unterhalten. Also das habe ich mir anders vorgestellt. Daher bin ich jetzt wieder hier und lerne weiter englisch ohne ein Wort deutsch zu reden. Dafür bin ich ja auch hier ;).
Gestern waren wir noch zur Hauseinweihungsfeier von Dan und Lisa eingeladen. Vll erinnert ihr euch noch, bei ihnen habe ich beim Umzug geholfen und den grünen Teppich verlegt. In der Bildergalerie könnt ich euch nun selbst ein Bild davon machen wie der Teppich aussieht. Ich habe mal ein paar Fotos gemacht. Auf einem sieht man auch den Plan, wie das Haus umgebaut und erweitert werden soll. Ich finde eine gute Entscheidung, denn es wäre sonst einfach viel zu klein.
So nun bin ich am Ende meines Wrap Ups angelangt und wünsche euch einen schönen dritten Advent. Genießt die Weihnachtszeit und trinkt einen Glühwein für mich mit.
Ich sitze hier im Regen bei knapp 15 Grad und denke gerade sehnsüchtig an den Schnee in Deutschland (der wohl aber auch am auftauen ist oder?)
Cheers
Martin
Nach knapp einer Wochen Pause habe ich endlich wieder schnelleres Internet um einige Fotos hoch zu laden und in Ruhe meinen Blog zu pflegen.
Hier nun eine kleine Zusammenfassung meiner letzten Tage hier in Melbourne und Umgebung. Richtig. Umgebung. Ich habe es endlich auch mal geschafft mir die nähere Umgebung anzuschauen. Nachdem ich euch ja schon vom Mt. Dandenong erzählt habe, den ich letzten Samstag besucht habe, machte ich mich direkt am nächste Tag auf nach Heidelberg. Ja das gibt es hier auch. Ok ich war nicht ganz in Heidelberg sondern in Lower Plenty aber ich bin die Heidelberg Route entlang zu Brad und Leah gefahren. Die beiden haben ich schon am ersten Abend in Melbourne, dem Whiskey Abend kennengelernt und wurde gleich von ihnen eingeladen sie mal zu besuchen. Sonntag Nachmittag gings los. Da es fast die gleiche Strecke war wie um Mt. Dandenong wusste ich nun wo ich langfahren musste und hatte keine Probleme mehr den richtigen Weg zu finden.
Brad und Leah wohnen in einem der äußersten Suburbs von Melbourne. Fast 30 km ausserhalb. Es erinnert allerdings nicht mehr viel an die Stadt, denn der Ort liegt mitten in einem riesigen Eukalyptuswald. Nach einem schön kalten Willkommensbier machten wir uns gleich an die Arbeit und fingen an zu grillen. Australier lieben ihre BBQ Grills. Und am liebsten grillen sie darauf Beef and kangaroo. Und es war wirklich sehr sehr lecker. Ich durfte ebenfalls Angus kennenlernen. Den Beagle von Brad und Leah. benannt nach einem berühmten Gitarristen einer australischen Rockband. Ich denke jeder weiß wer gemeint ist. Wenn nicht, dann ist das eine sehr große Wissenslücke die unverzüglich geschlossen werden muss.
Nach einem sehr ausgiebige Essen genossen wir die letzten Sonnenstrahlen auf der Terrasse bis die Mücken uns ins Haus trieben. Für den nächsten Tag stand eine kleine Rundfahrt durch die Gegend auf dem Programm. Einschließlich der Besuch des Yarra Valley mit seinen ervorragenden Weingütern.
Die letzten Auswirkungen der Waldbrände waren noch überall zu sehen als wir durch mehr oder weniger komplett verbrannte Wälder fuhren. Die haben echt schwer gewütet die Brände. Zum Glück haben sie fast ausschließlich Sachschaden angerichtet. Unser erster Stopp war auf dem Weingut Balgownie. Dort haben wir uns gleich mal durch die komplette Karte Rotweine durchprobiert. Wirklich sehr sehr zu empfehlen. Weiter ging es zum Weingut Yering. Dort konnte man zwar keinen Wein probieren, aber die wundervolle Aussicht über das Tal genießen. Dritter Stopp war kein Weingut, sondern ein alter umgebauter Bauernhof. Noch heute wird dort Landwirtschaft betrieben, aber die Besitzer haben nebenbei ein kleines Restaurant aufgemacht, in dem man die selbst hergestellten Käse und Wurstspezialitäten genießen und sich dazu einen Wein der Region kredenzen lassen kann. Letzter Anlaufpunkt war ein kleines Weingut an der Hubertus Street. Dort gab es ebenfalls ein paar sehr leckere Weine zu probieren. Dies ist Brad und Leah Lieblingsweingut. Sie sind hier jeden Monat mindestens ein mal um entweder einfach was trinken zu gehen oder Wein zu kaufen.
Wir fuhren dann noch zu Brads Eltern und halfen seinen Dad eine Pergola aufzustellen. Ich sage euch bei 30 Grad im Schatten in der australischen Sonne ist das kein Zuckerschlecken. Dafür gabs leckere Sandwiches.
EIn absolutes Highlight meiner bisherigen Reise habe ich am Donnerstag Abend erlebt. Nachdem ich Christian aus Bonn im Hostel kennengelernt habe und er mir den Eureka Tower empfohlen hatte, beschloss ich diesen am Donnerstag späten Nachmittag zu besuchen um dort den Sonnenuntergang zu sehen. Im Eureka Tower gibt es die auf 285m Höhe höchste Aussichtsplattform der südlichen Erdhalbkugel. Sie liegt im 88 Stockwerk und man kann sich im kompletten Stockwerk bewegen und somit eine 360° Aussicht genießen. Das Highlight war jedoch nicht die Aussicht auf die Stadt, sondern auf das Wetter. Es war schon den ganzen Tag relativ schlechtes Wetter und ständig am nieseln. Aber gegen Abend kam von Westen her ein wirklich heftiger Schauer heran. Ich nahm auf einem bequemen Sofa Platz von dem aus ich einen perfekten Blick auf die herannahenden Wolken hatte. Direkt hinter dem Regenschauer klarte es auf und so wurde der Regen von hinten angeschienen. Man hatte das Gefühl direkt hinter dem Schauer würde die Welt aufhören und in einem hellen Licht enden. Das war wirklich beeindruckend zu beobachten. Knapp 15 min nachdem der Schauer im Westen anfing war er auch schon über der Stadt und vernebelte erst einmal die komplette Sicht von Turm aus. Allerdings war der Schauer nach 2 Minuten auch schon wieder vorbei und verabschiedete sich in östlicher Richtung. Plötzlich rief jemand relativ laut durch den Raum, dass man einen Regenbogen sehen könnte. Kurzerhand stürmten alle Besucher auf die östliche Seite des Turms und tatsächlich ein Regenbogen war zu sehen. Aber nicht irgendein Regenbogen wie man ihn kennt, sondern ein komplett geschlossener Kreis. Riesig groß. So groß, dass man leider kein Foto machen konnte auf dem er komplett zu sehen war. Es war wirklich ein toller Anblick, den ich glaube ich mein Leben lang nicht mehr vergessen werde. Wann hat man schon mal die Möglichkeit einen so großen Regenbogen komplett geschlossen zu sehen. Es ging sogar so weit, dass sich ein zweiter, aber sehr blasser Ring um den ersten sehr intensiven Regenbogen bildete. Der war allerdings so dünn und blass, dass er nicht mehr als ein viertel eines Rings bildete.
Seit Samstag bin ich nun wieder beim Matt zu Hause. Ständig unter Deutschen im Hostel zu sitzen ist irgendwie auch doof. Da fliegt man fast 30 stunden auf die andere Seite der Welt, nur um dann mit Deutschen im Hostel zu sitzen und sich über den Urlaub zu unterhalten. Also das habe ich mir anders vorgestellt. Daher bin ich jetzt wieder hier und lerne weiter englisch ohne ein Wort deutsch zu reden. Dafür bin ich ja auch hier ;).
Gestern waren wir noch zur Hauseinweihungsfeier von Dan und Lisa eingeladen. Vll erinnert ihr euch noch, bei ihnen habe ich beim Umzug geholfen und den grünen Teppich verlegt. In der Bildergalerie könnt ich euch nun selbst ein Bild davon machen wie der Teppich aussieht. Ich habe mal ein paar Fotos gemacht. Auf einem sieht man auch den Plan, wie das Haus umgebaut und erweitert werden soll. Ich finde eine gute Entscheidung, denn es wäre sonst einfach viel zu klein.
So nun bin ich am Ende meines Wrap Ups angelangt und wünsche euch einen schönen dritten Advent. Genießt die Weihnachtszeit und trinkt einen Glühwein für mich mit.
Ich sitze hier im Regen bei knapp 15 Grad und denke gerade sehnsüchtig an den Schnee in Deutschland (der wohl aber auch am auftauen ist oder?)
Cheers
Martin
Freitag, 3. Dezember 2010
Umzug und Ausflug
Hello Leute,
Seit zwei Tagen wohne ich nun im Hostel in North Melbourne. Direkt am Victoria Market. Ich muss sagen das Hostel ist ganz gut. Es ist ruhig, die Räume sind alle sauber und die Dachterrasse ist der Hammer. 360° Rundumblick über die Stadt. Wirklich sehr sehenswert. Was leider nicht so toll ist, meine Mitbewohner im Zimmer sind leider nicht sonderlich sauber. Als ich vorgestern zum ersten mal ins Zimmer kam, war dort ein durcheinander, auf dem Boden war überall Sand verstreut etc. Das Hostel Management fand das wohl auch nicht so toll, deswegen hin auch gestern gleich ein Zettel an der Tür, es sollte doch bitte aufgeräumt werden.
Mal sehen wie es heute so aussieht. Ich glaube nicht, das die Jungs wirklich aufgeräumt haben. Jedenfalls wurde mal ordentlich durch gesaugt und jetzt ist es auch nicht mehr ganz so schlimm.
Heute habe ich meinen ersten Ausflug in die näheren Berge gestartet. Matt hat mir freundlicherweise sein Auto zur Verfügung gestellt: Es steht ja sowieso nur hier rum. Hier ist der Schlüssel, wenn du mal irgendwo hin fahren willst!
Nun das Angebot habe ich heute mal ausgenutzt und bin los Richtung Osten. Natürlich nicht ganz planlos. Vorher wurden erst einmal alle Reiseführer und Internetseiten durchforstet, was es denn so interessantes hier rund um Melbourne zu entdecken gibt. Zur Auswahl standen das Yarra Valley und die Dandenong Ranges. Yarra Valley viel gleich mal weg, weil ich dort morgen hinfahre um den Brad zu besuchen. Blieb also Dandenong Ranges übrig. Dies ist eine kleine Bergkette östlich von Melbourne. Ca 35 km entfernt. Vom Mt Dandenong soll man einen tollen Blick über die komplette Stadt Melbourne habe. Das klang sehr interessant. Gleich mal bei Google Maps die Route rausgesucht und ab ins Auto. Die ersten Probleme ließen auch nicht lange auf sich warten, Abzweigung verpasst, weil auf falscher Fahrspur. Hmm son Mist aber auch. Gut also die nächste rechts abbiegen. Ging leider nicht, weil die wegen einer Baustelle gesperrt wurde. Also weiter gerade aus. Leider ging das nicht mehr wirklich und so bin ich einfach mal der Straße gefolgt auf der Suche nach irgendeinem bekannten Punkt. Als dann die ersten Wolkenkratzer ins Blickfeld kamen, konnte ich mich zum ersten mal wirklich orientieren. Kurzerhand entschloss ich mich nach links abzubiegen, denn ich fuhr geradewegs Richtung Süden, also Innenstadt. Es half alles nichts, ich hatte keinen Schimmer wo ich war. Schnell neben ran gefahren und den Atlas rausgesucht, hatte ich zum Glück eingepackt. Mit Freunden stellte ich fest, das ich auf der richtigen Straße gelandet bin und einfach nur noch gerade aus fahren musste.
Nach knapp 20 Minuten Highway kam dann die Abfahrt Ferntree Gully. Von hier aus, waren es noch mal knapp 20 Minuten durch dich bewachsenen Eukalyptus Wald mit riesigen Baumfarnen und dichter Vegetation. Man kam sich manchmal echt vor wie im Regenwald. Wirklich toll dort. Oben auf dem Dandenong Hill angekommen konnte man dann die wirklich tolle Aussicht genießen. Zum Glück war heute echt mal sehr gutes Wetter und nach den Regenfällen die letzten Tage war die Luft auch relativ sauber so dass man fast die komplette Philipp Bay mit der 3 Millionen Metropole Melbourne überblicken konnte.
Doch nicht nur der Ausblick war ein Highlight dieses Ausflugs, auf einem kleinen Wanderweg rund um die Bergspitze waren etliche frei lebende Tiere zu beobachten. Unter anderem ein kleines Känguruh, dass mich mit skeptischen Blicken verfolgte als ich an ihm vorüber ging, oder der Kookabura, der seelenruhig auf einem Ast saß.
Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die Eukalyptuswälder entschied ich mich noch den etwas kleinen One Tree Hill anzuschauen. Dort zeigte sich ein ganz anderes Bild des Waldes. Es ist wohl noch nicht so lange her, dass es dort mal gebrannt hat. rundherum waren die Bäume schwarz verbrannt. Allerdings nur äußerlich, denn oben in der Krone waren schon wieder ganz viele Blätter nachgewachsen.
Auch hier machte ich mich auf einen kleinen Wanderweg rund um die Spitze und durfte hier meinen ersten frei lebenden Kakadu beobachten. Die machen einen Krach wenn sich da zwei von denen streiten, dass kann man sich kaum vorstellen.
Nun bin ich wieder zurück in der Stadt und werde mich ein wenig ausruhen.
Ich wünsch euch weiterhin eine schöne Adventszeit und das der Schnee noch ein Weilchen liegen bleibt.
Wir haben hier übrigens gerade 30 Grad im Schatten.
Cheers Martin
Ps: Heute hatte ich ein Rentier auf einer Wolke in meinem Adventskalender.
Seit zwei Tagen wohne ich nun im Hostel in North Melbourne. Direkt am Victoria Market. Ich muss sagen das Hostel ist ganz gut. Es ist ruhig, die Räume sind alle sauber und die Dachterrasse ist der Hammer. 360° Rundumblick über die Stadt. Wirklich sehr sehenswert. Was leider nicht so toll ist, meine Mitbewohner im Zimmer sind leider nicht sonderlich sauber. Als ich vorgestern zum ersten mal ins Zimmer kam, war dort ein durcheinander, auf dem Boden war überall Sand verstreut etc. Das Hostel Management fand das wohl auch nicht so toll, deswegen hin auch gestern gleich ein Zettel an der Tür, es sollte doch bitte aufgeräumt werden.
Mal sehen wie es heute so aussieht. Ich glaube nicht, das die Jungs wirklich aufgeräumt haben. Jedenfalls wurde mal ordentlich durch gesaugt und jetzt ist es auch nicht mehr ganz so schlimm.
Heute habe ich meinen ersten Ausflug in die näheren Berge gestartet. Matt hat mir freundlicherweise sein Auto zur Verfügung gestellt: Es steht ja sowieso nur hier rum. Hier ist der Schlüssel, wenn du mal irgendwo hin fahren willst!
Nun das Angebot habe ich heute mal ausgenutzt und bin los Richtung Osten. Natürlich nicht ganz planlos. Vorher wurden erst einmal alle Reiseführer und Internetseiten durchforstet, was es denn so interessantes hier rund um Melbourne zu entdecken gibt. Zur Auswahl standen das Yarra Valley und die Dandenong Ranges. Yarra Valley viel gleich mal weg, weil ich dort morgen hinfahre um den Brad zu besuchen. Blieb also Dandenong Ranges übrig. Dies ist eine kleine Bergkette östlich von Melbourne. Ca 35 km entfernt. Vom Mt Dandenong soll man einen tollen Blick über die komplette Stadt Melbourne habe. Das klang sehr interessant. Gleich mal bei Google Maps die Route rausgesucht und ab ins Auto. Die ersten Probleme ließen auch nicht lange auf sich warten, Abzweigung verpasst, weil auf falscher Fahrspur. Hmm son Mist aber auch. Gut also die nächste rechts abbiegen. Ging leider nicht, weil die wegen einer Baustelle gesperrt wurde. Also weiter gerade aus. Leider ging das nicht mehr wirklich und so bin ich einfach mal der Straße gefolgt auf der Suche nach irgendeinem bekannten Punkt. Als dann die ersten Wolkenkratzer ins Blickfeld kamen, konnte ich mich zum ersten mal wirklich orientieren. Kurzerhand entschloss ich mich nach links abzubiegen, denn ich fuhr geradewegs Richtung Süden, also Innenstadt. Es half alles nichts, ich hatte keinen Schimmer wo ich war. Schnell neben ran gefahren und den Atlas rausgesucht, hatte ich zum Glück eingepackt. Mit Freunden stellte ich fest, das ich auf der richtigen Straße gelandet bin und einfach nur noch gerade aus fahren musste.
Nach knapp 20 Minuten Highway kam dann die Abfahrt Ferntree Gully. Von hier aus, waren es noch mal knapp 20 Minuten durch dich bewachsenen Eukalyptus Wald mit riesigen Baumfarnen und dichter Vegetation. Man kam sich manchmal echt vor wie im Regenwald. Wirklich toll dort. Oben auf dem Dandenong Hill angekommen konnte man dann die wirklich tolle Aussicht genießen. Zum Glück war heute echt mal sehr gutes Wetter und nach den Regenfällen die letzten Tage war die Luft auch relativ sauber so dass man fast die komplette Philipp Bay mit der 3 Millionen Metropole Melbourne überblicken konnte.
Doch nicht nur der Ausblick war ein Highlight dieses Ausflugs, auf einem kleinen Wanderweg rund um die Bergspitze waren etliche frei lebende Tiere zu beobachten. Unter anderem ein kleines Känguruh, dass mich mit skeptischen Blicken verfolgte als ich an ihm vorüber ging, oder der Kookabura, der seelenruhig auf einem Ast saß.
Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die Eukalyptuswälder entschied ich mich noch den etwas kleinen One Tree Hill anzuschauen. Dort zeigte sich ein ganz anderes Bild des Waldes. Es ist wohl noch nicht so lange her, dass es dort mal gebrannt hat. rundherum waren die Bäume schwarz verbrannt. Allerdings nur äußerlich, denn oben in der Krone waren schon wieder ganz viele Blätter nachgewachsen.
Auch hier machte ich mich auf einen kleinen Wanderweg rund um die Spitze und durfte hier meinen ersten frei lebenden Kakadu beobachten. Die machen einen Krach wenn sich da zwei von denen streiten, dass kann man sich kaum vorstellen.
Nun bin ich wieder zurück in der Stadt und werde mich ein wenig ausruhen.
Ich wünsch euch weiterhin eine schöne Adventszeit und das der Schnee noch ein Weilchen liegen bleibt.
Wir haben hier übrigens gerade 30 Grad im Schatten.
Cheers Martin
Ps: Heute hatte ich ein Rentier auf einer Wolke in meinem Adventskalender.
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